Nina Stein meisterte 100 Meilenlauf

Nina Stein meisterte 100 Meilenlauf

 

Kürzlich fand in Belgien der „Bello Gallico“ , ein Ultralauf über die Königsdistanz im Ultralaufen von 100 Meilen (160,94 km), statt. Gestartet wurde in dem kleinen Ort Oud-Heverlee in der in der Nähe von Leuven, der Hauptstadt von Flämisch-Brabant. Gelaufen wurde eine 80 Kilometer lange Wendepunktstrecke. Verpflegungspunkte gab es ca. alle 20 bis 25 Kilometer. Die Unterstützung von Begleitpersonen war komplett verboten. Der Lauf musste allein mit der angebotenen und mitgenommenen Verpflegung vom Veranstalter bewältigt werden.

Die Strecke war zum Teil sehr schwierig zu laufen, da aufgrund der Schneeschmelze die Trailabschnitte in den Wäldern und auf den Wiesen völlig verschlammt waren. In der Folge rutschten die Teilnehmer ständig weg und fanden keinen Halt oder blieben im Schlamm stecken. Besonders die verschlammten An- und Abstiege stellten sich als zusätzliche Herausforderung dar. Insgesamt waren auf der Strecke rund 3000 Höhenmeter zu bewältigen. Nicht einfacher machte es auch die Tatsache, dass es fast immer dunkel war. Gestartet wurde um 4 Uhr morgens, bereits gegen halb 5 wurde es wieder dunkel, so dass die Läufer faktisch nur gut 8 Stunden bei Tageslicht laufen konnten.

Für Nina Stein, die für die Triathletenschmiede Werratal an den Start ging, war es das Debüt auf der Distanz über 100 Meilen. Sie fand zunächst auch gut in das Rennen und konnte die erste Runde bis zum Wendepunkt problemlos absolvieren. Der Rückweg gestaltete sich indes schwieriger als gedacht. Ab Kilometer 120 ließen die Kräfte merklich nach, hinzu kamen eine bleierne Müdigkeit, Kopfschmerzen und Probleme mit dem Magen. Die Konzentration ließ merklich nach, was schließlich dazu führte, dass Nina Stein einen Wegweiser übersah und von der Strecke abkam. Letztlich kostete sie das Verlaufen über eine Stunde Zeit. Dennoch brach sie das Rennen nicht ab und erreichte das Ziel völlig erschöpft, aber dennoch überglücklich nach dieser grandiosen Leistung. Der Zieleinlauf erfolgte nach 30 Stunden und 36 Minuten.

Insgesamt waren 241 Läufer an den Start gegangen, davon 31 Frauen. Nina Stein belegte  Rang 158 in der Gesamtwertung, in der Frauenwertung Rang 17. Mit diesem Ergebnis sieht sie sich in ihren Vorbereitungen bestätigt und konnte glücklich die Heimreise zur Regeneration antreten.

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